Epagneul de Pont-Audemer

Der Épagneul de Pont-Audemer, in Frankreich kurz „Ponto" genannt, ist einer der ältesten französischen Spaniel-Rassen und stammt aus der Region um die gleichnamige Stadt Pont-Audemer in der Normandie. Eine gesicherte Verbindung zur Stadt Pont-Audemer selbst lässt sich allerdings nicht eindeutig nachweisen.

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Geschichte

Er geht auf eine kleine, kastanienbraune Spaniel-Varietät zurück, die in der Region lebte und mit Irish Water Spaniels gekreuzt wurde; von dieser zweiten Rasse stammen Größe und Kraft des Pont-Audemer. Nach den Aufzeichnungen des Züchters De Conninck reicht der Ursprung höchstens anderthalb Jahrhunderte zurück; er selbst schrieb, dass die Rasse aus einer Kreuzung zwischen einem Old English Water Spaniel und einem in der Normandie einst weit verbreiteten Country-Spaniel stamme. Andere normannische Züchter, Frau Megnin und Beuzeboc, vertraten hingegen eher die Auffassung, dass der Irish Water Spaniel beteiligt war – eine Frage, die bis heute nicht abschließend geklärt ist.

Um 1886 begann der damalige Präsident des französischen Zuchtverbandes SCC, de Conick, mit der gezielten Herauszucht der Rasse, die sich in der Folge vor allem in der Normandie ausbreitete. Durch den Zweiten Weltkrieg wäre die Rasse beinahe verschwunden. 1949 unternahm Robert Graume ihre Reaktivierung, und der Hund erfreute sich auf Ausstellungen wieder größerer Beliebtheit. Das Interesse ebbte jedoch nach nicht einmal 30 Jahren erneut ab, sodass 1980 der alte Pont-Audemer-Zuchtverein mit dem Club Epagneul Picard und Bleu de Picardie zusammengelegt wurde. 1981 wurde in einer französischen Jagdzeitschrift erneut über die Rasse berichtet, was ein neues Interesse an ihr weckte.

Der Epagneul de Pont-Audemer gehört zu den seltensten Vorstehhunden Frankreichs. Der Bestand wird auf nur rund 200 bis 400 Tiere geschätzt, pro Jahr kommen in Frankreich meist weniger als zwanzig Welpen zur Welt. Die wenigen Züchter finden sich vor allem in seiner Heimat, der Normandie, sowie in der Picardie; vereinzelt wird die Rasse auch in anderen Regionen und im Ausland gezüchtet. Seit 1980 wird sie vom Club des Epagneuls Picards et Bleus de Picardie betreut. Engagierte Liebhaber setzen sich dafür ein, diesen aussergewöhnlichen Jagdhund zu erhalten.

Merkmale der Rasse

Erscheinungsbild: Der Épagneul de Pont-Audemer ist ein gedrungener, kräftiger Vorstehhund. Er erreicht eine Widerristhöhe von 52 bis 58 cm, ein festgelegtes Gewicht gibt der Standard nicht vor.

Fell und Farbe: Sein Fell ist gekräuselt, leicht rau und derart dicht, dass er selbst im kalten Wasser ausharren kann. Charakteristisch ist die Fellfarbe: Kastanienbraun, vorzugsweise grau durchsetztes Kastanienbraun mit dem Farbschimmer welken Laubes – erinnert an die Färbung des Deutsch Wachtels. Ein besonderes Kennzeichen ist die Haartolle am Scheitelpunkt des Kopfes, die nahtlos in beide Ohren übergeht.

Wesen: Das ausgesprochen freundliche Wesen macht ihn zu einem ausgezeichneten Familienhund.</cite> (cite index="10-1">Seine nette, lustige und unkomplizierte Art bis ins hohe Alter machen ihn beliebt bei Familien und Kindern, Fremden gegenüber zeigt er sich hingegen eher etwas distanziert. Er spielt gerne, besonders Suchspiele und Spiele im Wasser. In Frankreich wird er wegen seines Lockenschopfs und seiner unkomplizierten Art auch scherzhaft „Clown der Sümpfe" genannt.

Jagdliche Eigenschaften: Er gilt als sehr widerstandsfähiger, ausdauernder und unermüdlicher Stöber- und Apportierhund für sumpfiges Gelände. Ursprünglich für die Wasserarbeit gezüchtet, erwies er sich aufgrund seiner Vorfahren auch für die Jagd im offenen Gelände als sehr geeignet. Vor allem für Jagdanfänger gilt er als idealer, passender Helfer.

Verbreitung heute: Der Epagneul de Pont-Audemer gehört zu den seltensten Vorstehhunden Frankreichs. Der Bestand wird auf nur rund 200 bis 400 Tiere geschätzt, pro Jahr kommen in Frankreich meist weniger als zwanzig Welpen zur Welt. Die wenigen Züchter finden sich vor allem in seiner Heimat, der Normandie, sowie in der Picardie; vereinzelt wird die Rasse auch in anderen Regionen und im Ausland gezüchtet. Seit 1980 wird sie vom Club des Epagneuls Picards et Bleus de Picardie betreut. Engagierte Liebhaber setzen sich dafür ein, diesen aussergewöhnlichen Jagdhund zu erhalten.